Bausteine für ein ganzheitliches Weltbild


- Zur Evolution -

 

Am Anfang steht die Vollkommenheit

Betrachten wir einen pflanzlichen, tierischen oder menschlichen Organismus, dann sehen wir, dass das Zusammenwirken der einzelnen Teile ein harmonisches ist. 

Betrachtet man dagegen das Verhältnis dieser lebendigen Wesen zur übrigen Natur - und da besonders deutlich bei Tieren und Menschen, sehen wir deutlich, dass das weniger der Fall ist. Hier wirken tatsächlich untereinander Disharmonien, gegenseitiger Kampf ums Überleben.

Darwin und im Anschluss alle Evolutionsanhänger nahmen diesen sekundären Kampf als Ausgangspunkt ihrer Evolutionslehre. Dabei ist er aber doch  sekundär. 

Im Organismus selbst gibt es diesen Kampf nicht. Wenn es ihn gibt, dann wurde er von Außen hereingetragen. Eben als Stress im Kampf mit der Aussenwelt, als Krankheit und schließlich Tod. 

So lehrt uns die unbefangene Betrachtung der Lebewesen, dass ihre innere Harmonie ein Zeichen dafür ist, dass sie ihrer Entstehung der Vollkommenheit verdanken, und nicht etwa zufälligen Störungen des jeweiligen Ausgangspunktes.

Wie schon der Zoologe G. Oesche sagte, nirgend hätte ein Schild stehen können: "Wegen Umbau vorrübergehend geschlossen." Ein Organismus funktioniert nur, wenn alle Teile perfekt zusammenwirken. (Überhaupt entwickeln sich ja beim Lebendigen die Teile aus dem Ganzen, und werden nicht die Teile - wie bei einer Maschine - zum Ganzen zusammengesetzt.)

Der große Lebenszyklus schuf immer neue Zyklen, sodass wir Zyklen in Zyklen in Zyklen haben. Diese sind die einzelnen Lebensstufen des Einen, des Ganzen.

 

 

 

 

  Huhn oder Ei?

 

Was war zuerst da? Sie kennen diese beliebte Frage, die immer mal in nicht ganz ernst gemeinten Diskussionen auftritt, und mit der man bekunden will, daß eine Antwort unmöglich sei. Schließlich schlüpft das Huhn aus dem Ei. Aber ohne Huhn gibt es andererseits kein Hühnerei. Und doch kann diese Frage eindeutig beantwortet werden. Was heute unmöglich ist - denn da gibt es tatsächlich nicht das eine ohne das andere - kann zu anderer Zeit, unter anderen Bedingungen möglich sein. Und da behaupte ich, daß das Huhn zuerst da war. Denn, der evolutionäre Fortschritt bestand nicht in der Evolution der Eier, die ja bereits die Reptilien kennen, sondern er bestand in Funktion und Form eines Lebewesens. Erst als diese klar "definiert" waren, konnte, als Mittel der Fortpflanzung, das ja ein Prinzip ist, das über der Gattung, der Art steht, das artgemäße Ei entstehen.

Was aber ist überhaupt der Ursprung der Formen, der Morphogenese? Entstehen sie einfach aus komplexen chemischen Verbindungen, die durch Zufall entstanden sein sollen? Dann müßten Trieb und Wahrnehmung der Umweltbedingungen - die ja notwendig wäre um seinen Trieb in ihr zu befriedigen - schon in den chemischen Ursubstanzen, also im Wesentlichen in Wasserstoff , Kohlenstoff und Stickstoff vorhanden gewesen sein. Das ist aber wohl ein bißchen viel verlangt.

Aus einem formbaren Stoff, nehmen wir den Ton, kann ich Gefäße der unterschiedlichsten Form und für die verschiedensten Zwecke formen. Es wäre absurd zu behaupten, der Ton würde aus sich heraus - wenn nur der Zufall lange genug wirkt - diese Gefäße hervorbringen. Die schönsten und praktischsten blieben erhalten, nur die schlechtesten gingen kaputt.

Genau das aber wird heute von vielen Menschen geglaubt, wenn sie davon sprechen, daß sich aus einfachsten Bausteinen, im Laufe der Jahrmillionen hochkomplexe, ja geistbegabte Organismen entwickelt hätten.

Nein, ist es nicht viel eher so, daß das Leben, das wir in seinen Funktionen der Wahrnehmung und der Reaktion auf diese, bereits vor allen materiellen Gegebenheiten existierte? Aber was könnte es da wahrgenommen haben? Doch wohl sich selbst. Es reflektierte sich selbst. Und aus dieser Selbstreflektion entstehen Vorstellungen, die nun als ein Außen vom Leben wahrgenommen werden. Denn das Leben ist Tätigkeit, und eine Vorstellung ist das Produkt einer solchen Tätigkeit. Jede der nachfolgenden Vorstellungen ist aber eine Abwandlung bereits bestehender Vorstellungen. So müssen wir uns nicht wundern, das wir in der Evolutionsgeschichte feststellen, daß Ähnlichkeit und Unterschiede zwischen den Bauplänen der Lebewesen bestehen.

Die Selbstbeobachtung lehrt uns, daß wir beim Bilden von Vorstellungen nicht einfach die eine Vorstellung aus der anderen entwickeln, sondern wir uns gleichsam auf eine andere innere Ebene begeben, wo wir darüber nachdenken, ob die Vorstellung unseren Zwecken entspricht, ob sie genau ist, usw. erst dann entsteht vielleicht eine Vorstellung, die wir beibehalten, wo wir sagen, ja, das ist es! Übertragen auf die Evolution heißt das, wir brauchen nicht nach Zwischengliedern zu suchen, da es keine geben kann, und es ist falsch weiterhin zu behaupten, das eine Tier habe sich auf unserer materiellen Ebene aus dem anderen entwickelt.

 

 

 

 

 

 

 

 

Antizipatorische Entwicklungen

 

 

 

Vorwegnahmen der Gliedmaßenentwicklung der Tetrapoden (späten Landtiere)

 

 

 

“Bereits im Devon,  zeigte sich bei einer Fischgattung, dem Quastenflosser (Latimeria) eine erstaunl. Entwicklung. Seine Flossen tragen bereits stummelartige Anhängsel, paarig - im Brust und Beckenbereich. Im Innern der Bildungen befinden sich mosaikartig angeordnete Elemente eines echten, auf dieser Stufe der Evolution allerdings noch knorpeligen Ersatzknochen - und damit echten Innenskeletts. Das Knorpelmosaik entspricht in allen seinen Komponenten dem Grundschema der Tetrapoden-Gliedmaßen.” (Suchantke)

 

Die Umwandung in zum Laufen tauglicher Gliedmaßen, welche das volle Körpergewicht tragen können, war wohl erst beim Übergang zum Land erfolgt. 

 

“Zur Fortbewegung werden die für alle Fische typischen horizontalen Schlängebewegungen des Körpers und nicht die Flossen benutzt… Im (funktionsfreien) Kreuzgang von Latimeria ist deutich eine entwicklungsgeschichtlich erst später auftretende Bewegungsart antizipiert, die der vierfüßigen Landwirbeltiere…Es sieht so aus, als sei die zukünftige Bewegungs- und Lebensweise auf dem Festland im Bildekräfteleib von Latimeria längst anwesend und dabei, sich ohne die dazugehörigen Organe heran zu bilden. Das später sichtbar in Erscheinung Tretende ist längst vorher als Tätiges und sich in den Organismus Hineinbildendes da.( Klaus Podisky “Fremdkörper Erde”)

 

Nach Ernst Mayr (Evolutionsbiologe): "Das ist Biologie" (Besprechung in Die ZEIT, Nr. 30, 16.07. 1998): 

Vielmehr beruhe das Naturbild vieler Philosophen irrigerweise in der Annahme fester, vorhersagbarer Gesetzmäßigkeiten. Diese Denkweise aber werde dem vielschichtigen Phänomen "Leben" nicht gerecht.

Biologische Systeme sind mehr als die Summe ihrer chemisch-physikalischen Teile.

Lebende Organismen können nicht auf die Gesetze der Physik und Chemie beschränkt werden, glaubt Mayr, der den weitverbreiteten Reduktionismus für einen Irrweg der Biologie hält.

Physik und Chemie und eine ausschließlich an diesen Wissenschaften orientierte Philosophie sei bereits vom Ansatz her gar nicht in der Lage, viele der für das Leben charakteristischen Fragen auch nur zu stellen.

Mayr: " Für die Biologie sind Konzepte wie etwa Konkurrenz, gemeinsame Abstammung, Territorialität oder Altruismus ebenso wichtig wie Gesetze für die Physik."

-.-

 

"Ardi" 

In Äthiopien wurde ein 4,4 Millionen Jahre altes weibliches Skelett, gefunden und auf den Namen „Ardi“ getauft. Es ist über eine Million Jahre älter als der berühmte Fund Lucy.

Der neue Fund wird als “revolutionär” bezeichnet, da er deutlich macht, dass der Mensch den aufrechten Gang nicht erst in der Savanne erworben hat, sondern bereits im Wald - wo er ihn eigentlich nicht brauchte und deshalb nicht als Anpassung an die Umwelt verstanden werden kann.
Bemerkenswert sind auch die relativ unäffischen Merkmale, wie das Fehlen langer, angespitzter Reißzähne. Deshalb schreibt man dem “Ardi” genannten Wesen auch eine weniger aggressive Lebensweise zu.
Insgesamt betrachtet, scheint dieser Fund jenen Evolutionstheoretikern recht zu geben, die die Entwicklung zum Menschen hin nicht als zufällig ansehen.
In der Tat bietet er einen Hinweis dafür, dass das Menschliche bereits viel früher angelegt war. Etwas, was man auch an den juvenilen Affenschädeln sehen kann. Diese haben eine viel menschlichere Form und erst im Lauf der Entwicklung treten die typisch äffischen Formen hervor.
Auf Grund dieser Beobachtung schrieb bereits Herman von Nathusius(1809-1879) “dass die Darwinisten, wenn sie konsequent wären, nicht die Abstammung des Menschen vom Affen, sondern umgekehrt, die des Affen vom Menschen lehren müssten.”

Jedenfalls wird die Naturwissenschaft solange kein richtiges Bild von der Entstehung der Lebewesen gewinnen können, wenn sie nicht das Übersinnliche - im Sinne Goethes (“Urpflanze”) - mitdenken kann. Dahin dürfte aber der Weg noch weit sein, zumal man es noch völlig ignoriert.
Doch kann man diesen Fund durchaus als Beleg werten, der deutlich macht, dass der Mensch nicht physisch aus einem affenähnlichen Wesen hervorgegangen ist.

 

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